Alte Reben, junge Ruwer
Ein Ortswein, der sich benimmt wie ein Großes Gewächs – und dabei um die 25 Euro kostet. Unser erster Riesling der Woche kommt vom Karthäuserhof.
Die Ruwer ist das kleinste und vielleicht stillste der drei Täler an der Mosel. Der Karthäuserhof liegt dort seit fast 700 Jahren, und der Alte-Reben-Riesling aus Eitelsbach zeigt, warum man ihn im Blick behalten sollte: kühle Frucht, viel Zug, dazu eine salzige Schiefer-Würze, die lange nachhallt.
Falstaff hat den Jahrgang 2023 mit 93 und 94 Punkten bewertet. Für einen Wein dieser Preisklasse ist das bemerkenswert – und genau die Art Flasche, für die es sich lohnt, ein Magazin zu machen.
Im Glas
Aus den Pressestimmen zusammengefasst
Reife Steinobstfrucht wie Mirabelle und Weinbergpfirsich, dazu Zitruszeste, florale Töne und ein kühler, würziger Unterton mit feuchtem Stein. Am Gaumen trocken, mit lebendiger Säure, spürbarem mineralischem Zug und einer für einen Ortswein bemerkenswerten Tiefe; der Nachhall ist lang und frisch.
Preis-Leistung
Für rund 22 bis 25 Euro bekommt man hier Lagencharakter aus einer der berühmtesten Monopollagen Deutschlands – das GG desselben Berges kostet ab Weingut 60 Euro, der Abstand in der Kritik ist deutlich kleiner als im Preis.
Dazu passt
Kalbsbries, Heilbutt oder Pilzrisotto
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Redaktion Home of Riesling · recherchiert am 24.09.2026 · Preise Stand 24.09.2026
Archiv
Das ist unser erster Riesling der Woche. Ab jetzt kommt jede Woche einer dazu.