Geschichten rund um den Riesling.
Über Rebsorte und Herkunft, Lagen und Menschen, Geschichte und Kurioses. Recherchiert, mit Quellen belegt und in Ruhe erzählt.
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15 Artikel22 Schilling für Setzreben: Wie der Riesling 1435 in die Akten kam
Die älteste bekannte Erwähnung des Rieslings ist kein Loblied, sondern ein Buchungsposten in einer Kellereirechnung aus Rüsselsheim. Was dort wirklich steht, was die Forschung darüber streitet und was die Stadt heute daraus macht.
Das Erbgut einer Diva: Woher der Riesling kommt
Ein Bauernwein als Vater, ein Traminer-Abkömmling als Mutter: DNA-Analysen haben den Stammbaum des Rieslings gründlich entzaubert. Warum die Sorte trotzdem so genau zeigt, wo sie gewachsen ist.
Der Calmont: Wie steil ist Europas steilster Weinberg?
Zwischen Bremm und Ediger-Eller klettern Winzer und Wanderer durch eine Weinlage, die sich gern mit einem Superlativ schmückt. Nur bei der Frage, wie steil sie eigentlich ist, gehen die Angaben erstaunlich weit auseinander.
Der Spätlesereiter: Wie eine Verspätung Weingeschichte schrieb
1775 wartete man auf Schloss Johannisberg zu lange auf die Leseerlaubnis aus Fulda, und heraus kam ein Wein, der seinen Kellermeister ins Schwärmen brachte. Was an der berühmten Geschichte belegt ist und wo die Legende beginnt.
Die Petrolnote: Wenn Riesling nach Tankstelle riecht
Ein Molekül mit sperrigem Namen sorgt dafür, dass gereifter Riesling nach Kerosin duften kann. Für die einen ein Fehler, für die anderen das Erkennungszeichen der Rebsorte. Was die Forschung über TDN weiß und was nicht.
Die Steillagen-Retter: Wer der Mosel ihre Hänge zurückgibt
Jedes Jahr verschwinden an der Mosel Rebflächen im Gestrüpp. Einige Winzer gehen den umgekehrten Weg und holen aufgegebene Steillagen zurück. Vier Beispiele, und warum sich das Rechnen trotzdem nicht lohnt.
Heymann-Löwenstein: Der Mann, der dem Uhlen drei Namen gab
Reinhard Löwenstein hat in Winningen über Jahrzehnte für die Idee gestritten, dass Schiefer mehr über einen Wein sagt als das Mostgewicht. Seit 2026 gehört sein Weingut neuen Eigentümern, die Terrassen bleiben.
Nahe: Vielfalt auf kleinem Raum
Kein deutsches Anbaugebiet wechselt so oft den Untergrund wie die Nahe. Lange lief ihr Wein unter fremdem Namen, erst seit 1971 steht sie für sich selbst.
Peter Lauer: Riesling nach Hausnummern
Im Saardorf Ayl tragen die Weine keine Fantasienamen, sondern Fassnummern. Hinter dem Zahlensystem stecken ein Keller voller Fuder, ein Großvater mit Ordnungssinn und ein Hang, der sich in Parzellen erzählt.
Riesling im Treibhaus: Wie der Klimawandel die Sorte verändert
Früher war der Riesling an der Mosel oft nicht reif, heute wird er drei Wochen früher gelesen als in den 1950er Jahren. Eine Sorte für kühle Lagen sucht sich neue Rückzugsorte.
Saar: Das kalte Tal
Die Saar war um 1900 eine der teuersten Weinadressen der Welt, fiel danach tief und ist heute wieder obenauf. Ein Besuch in einem Seitental der Mosel, in dem der Riesling lange auf der Kippe stand.
Trocken ist nicht gleich trocken: Restzucker, Säure und was das Etikett verrät
Ein Riesling mit 8 Gramm Zucker darf trocken heißen, ein Kabinett kann süß oder knochentrocken sein. Wie das Weinrecht Geschmacksangaben regelt und warum die Säure dabei mitrechnet.
Unter dem Hammer: Die Versteigerung des Großen Rings in Trier
Einmal im Jahr kommen in Trier Rieslinge unter den Hammer, die es sonst nirgends zu kaufen gibt. Über eine Tradition aus dem 19. Jahrhundert, Kommissionäre als Mittelsmänner und Flaschen zum Preis eines Kleinwagens.
Vom Naturwein zur Großen Lage: Wie die VDP-Klassifikation entstand
Gutswein, Ortswein, Erste Lage, Große Lage: Die Pyramide des VDP wirkt heute selbstverständlich. Dahinter steckt ein gut hundertjähriger Umweg über Versteigerungen, ein umstrittenes Weingesetz und viel Gremienarbeit.
Wachau, Kamptal, Kremstal: Riesling an der Donau
In Österreich ist Riesling eine Nebensorte, an der Donau in Niederösterreich aber eine Hauptsache. Ein Streifzug durch drei Nachbargebiete mit Terrassen, Urgestein und eigenen Regeln.